Medienpädagogische Konzepte

Im Rahmen unserer gemeinwohlorientierten Tätigkeit führen wir nicht nur Medienkompetenz-Workshops durch, sondern arbeiten auch mit verschiedensten Bildungsträgern aus der Erwachsenenbildung und dem außerschulischen Bereich sowie mit sozialen Einrichtungen, Vereinen und anderen gemeinwohlorientierten Organisationen zusammen. Oftmals ist dort nicht nur die praktische Arbeit mit den Personen an den Einrichtungen gefragt, sondern es besteht die Notwendigkeit neue Konzepte für die Vermittlung von Inhalten mit Medienbezug zu entwickeln, bestehende Konzepte zu überarbeiten und einen stärkeren Bezug zur Digitalisierung und den Möglichkeiten des Informationszeitalters herzustellen.

Medienpädagogische Konzepte 2018-10-12T11:20:12+00:00

Dieser Aspekt unserer Arbeit ist essentiell, wenn eine kooperierende Einrichtung eine langfristige Integration der Digitalisierung in ihre Arbeitsprozesse und den institutionellen Alltag wünscht und nicht nur praktische und direkte Hilfen für die Teilnehmenden unserer Workshops und Projekte anstrebt. Die Medienkompetenz-Konzepte sind, gemeinsam mit den Medienkompetenz-Workshops und Medienkompetenz-Projekten, die Basis unserer Arbeit und fester Bestandteil unseres ganzheitlichen Ansatzes, den wir sowohl formal, durch die Arbeit mit allen Beteiligten an den jeweiligen Einrichtungen, als auch inhaltlich durch gemeinsame Projekte, Konzepte und Workshops an den jeweiligen Einrichtungen langfristig umsetzen.

Welche Konzepte erarbeiten wir?

Da wir in erster Linie mit Einrichtungen aus dem Bildungsbereich arbeiten, inklusive außerschulischer Bildung und Erwachsenenbildung, konzentrieren sich unsere aktuellen Konzepte in erster Linie auf diese Bereiche:

  • Medienpädagogische Konzepte

  • Konzepte zur Unterrichtsplanung 

  • Konzepte zur Erstellung von Lehr- und Lernmaterialen

  • Konzepte zur Planung von Projekttagen, Wochen und ähnlichen Veranstaltungen

Inhaltlich können wir alle Bereiche bearbeiten, die in klassischen Medienpräventionsstrategien thematisiert werden. Die Integration von Medien, digitalen Werkzeugen, Sozialen Medien, Online Angeboten, Projektplanungs- und Kommunikationswerkzeugen sowie Lehr- und Lernplattformen, decken wir fächerübergreifend ab.

Die Integration der Digitalisierung in den schulischen und beruflichen Alltag, ist eine langfristige und umfangreiche Aufgabe, die sich nicht mit einem Medienkompetenz-Workshop oder einem, in sich geschlossenen, Projekt bewältigen lässt. Daher ist es wichtig, dass die Einrichtungen, die mit uns arbeiten, langfristige Konzepte entwickeln können, die sich mit der Integration der Digitalisierung in den institutionellen Alltag beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um die Anpassung der eigenen Arbeitsprozesse, an die Möglichkeiten des Informationszeitalters, sondern um die Integration neuer Methoden und Ansätze, in bisher etablierte Handlungsmuster.

Unsere Konzepte geben den Einrichtungen die Möglichkeit die Medienkompetenz an der Einrichtung selbstständig und langfristig auszubauen. Der Versuch Medienkompetenz durch kleine Veränderungen und einzelne Aktionen an einer Institution zu erhöhen ist vielleicht ein guter Startpunkt aber für langfristigen Erfolg braucht es eine langfristige Planung, die dennoch flexibel genug gestaltet wird, um neue Entwicklungen zeitnah zu integrieren. Wir bieten mit unserer konzeptionellen Arbeit die Möglichkeit einen solchen Prozess einzuleiten und gleichzeitig Schlüsselfiguren an den Einrichtungen so mit einzubeziehen, dass neue Expertise vor Ort entsteht.

 

Welches sind die Zielgruppen für unsere Konzepte?

 

Wir sind der Meinung, dass in jeder gesellschaftlichen Schicht und in jeder Altersgruppe ein akuter Mangel an Medienkompetenz vorherrscht. Besonders sinnvoll ist unser Angebot aber für die folgenden Gruppen:

Welche Ziele verfolgen wir mit unserer konzeptionellen Arbeit?

 

Der zentrale Fokus unserer konzeptionellen Arbeit ist es kooperierende Einrichtungen in die Lage zu versetzen alle Aspekte ihrer täglichen Arbeit sowie alle beteiligten Personengruppen für die Herausforderungen der Digitalisierung zu wappnen. So wie sich die Ausrichtung von Einrichtungen und Personen in der Bildungsbranche unterscheidet, so unterscheiden sich auch die Zielsetzungen, die wir mit den individuellen Anfragen und Wünschen von kooperierenden Einrichtungen und Personen verbinden.

So ist es für klassische Bildungseinrichtungen wie Schulen nicht nur wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts neue Methoden und digitale Werkzeuge für die schulische Arbeit kennenlernen, sondern eben auch das die Lehrkräfte neue Lern- und Lehrmethoden kennenlernen und die Eltern der SchülerInnen medienpädagogisch sensibilisiert werden.

Für die Arbeit mit Sozialen Einrichtungen oder Einrichtungen der Erwachsenenbildung haben dann formal wieder andere Zielsetzungen Priorität. Daher ist es für unsere konzeptionelle Arbeit essentiell, dass im Vorfeld tiefere Kommunikation mit Verantwortungsträgern der kooperierenden Einrichtung stattfinden, so dass wir unser Konzept an die Lebensrealität, die Wünsche und Risiken, der betroffenen Zielgruppen anpassen. Wir brechen die großen Probleme und Fragestellungen des Themas so runter, dass die Personengruppen an der jeweiligen Institution den Bezug zu ihren alltäglichen Aufgaben aus den Handlungsempfehlungen in den Konzepten direkt herausziehen können.

Welches ist die theoretische Fundierung unserer Konzepte?

Die Erstellung unserer Konzepte stützen wir auf die folgenden Parameter: 

  • Den eigenen akademischen Background und die eigenen Erfahrungswerte. (1)

  • Die Empfehlungen und Zielsetzungen der „Ziellinie 2020“ zur Vermittlung von Medienkompetenz, die vom Land Niedersachsen veröffentlicht wurden. (2)

  • Die Forschung von Dr. Gerald Hüther und anderen renommierten Lern- oder Bildungsforschern und Philosophen, wie Richard David Precht. (3)

  • Den Austausch mit Multiplikatoren und erfahrenen Wissensvermittlern an bereits kooperierenden sozialen, schulischen und außerschulischen Bildungsträgern. (4)

So können wir z.B. den „Zehn Prinzipien für eine Bildungsreform“ von Richard David Precht eine Menge abgewinnen. Der verstärkte Fokus auf Gruppen- und selbstständige Projektarbeit ist für uns ein zentraler Aspekt der Wissensvermittlung. Auch wir halten den klassischen Frontalunterricht für ein Mittel, dass so wenig wie möglich eingesetzt werden sollte, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht nur Dinge auswendig lernen sollen, sondern selbstständig Gedanken und Lösungswege entwickeln sollen. Die Bildung von Lernteams und die Durchführung von fächerübergreifenden Projekten, die es den Schülerinnen und Schülern erlauben interdisziplinäre Schlüsse zu ziehen und Inhalte aus verschiedenen Fächern zu kombinieren, sind Empfehlungen, die wir in unser Angebot übernommen haben. Gleichzeitig individualisieren wir unsere Konzepte, Projekte und Workshops mit den beteiligten Pädagogen, die unsere Arbeit an den Einrichtungen betreuen. Sie kennen die Leistungsfähigkeit und Kapazitäten der Teilnehmenden vor Ort am besten. Denn auch Precht erkennt in seinen Prinzipen an, dass „Jedes Kind anders ist“ und ein Angebot für eine kooperierende Einrichtung eben nur wirklichen Erfolg haben kann, wenn die Schlüsselpersonen vor Ort in die Konzipierung und Durchführung eingebunden werden.

Die Initiative „Schule im Aufbruch“ die unter Anderem von Prof. Dr. Gerald Hüther ins Leben gerufen wurde, bietet auf ihrer Homepage einen Kompass, der praktische und theoretische Hilfestellungen für die Gestaltung des Unterrichts bietet.

Auch hier können wir viele Inhalte und Empfehlungen für unser Angebot nutzbar machen. Ob für das „Lernen mit digitalen Medien“, das sogenannte „Peer Teaching (Lernen durch Lehren)“ oder andere Lernformen, wie das „Projektbasierte Lernen“ können wir hier viele nützliche Handlungsempfehlungen und digitale Angebote finden, um diese Lernformen in unsere Konzepte, Projekte und Workshops zu integrieren. Gleichzeitig verlassen wir uns auf unseren akademischen Background im Bereich des Informationsmanagements und der Lehre und Projektarbeit an Bildungseinrichtungen, um neue Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen aus der Bildungsbranche zu filtern.

In unserer Erfahrung ist es so, dass man einerseits gut beraten ist, wenn man weiß was der aktuelle wissenschaftliche State of the Art ist, aber andererseits natürlich nicht bereits getestete und erfolgreiche Lern- und Lehrmodelle verwirft, weil grade ein neuer Trend aufkommt. Wir machen uns von keiner Gedankenschule oder keinem aktuellen Trend abhängig und versuchen aber gleichzeitig, für die mit uns kooperierenden Institutionen, immer auf dem neusten Stand zu bleiben, um dann eben auch das beste Angebot machen zu können. Das ist nur möglich, wenn alle oben genannten Parameter bei der Erstellung unserer Konzepte, Projekte und Workshops berücksichtigt werden.