Unsere Themenfelder
Bildung für die Zukunft
Bildung verändert sich – und wir gestalten diesen Wandel aktiv mit. MyGatekeeper setzt sich für eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft ein, die digitale, soziale und gesellschaftliche Herausforderungen gleichermaßen berücksichtigt. Unsere fünf Themenschwerpunkte Digitale Bildung, Politische Bildung, Psychosoziale Gesundheit, Zukunftskompetenzen und Organisationsentwicklung bilden den Fokus unserer Arbeit.
Digitale Bildung
Medienkompetenz stärken und digitale Souveränität fördern.
Eine selbstorganisierte, kreative, kritische, verantwortungsbewusste, zielgerichtete und kollaborative Nutzung digitaler Medien erfordert entsprechend digitalbezogenes Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen der Lernenden. Die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts erfordert unter anderem die Förderung von Neugierde, Agilität und einer positiven Haltung zum lebenslangen Lernen. Digitale und datenbezogene Literalität sind Lerngrundlagen für Lesen, Verständnis, Interpretation und Kommunikation von digitalen Texten und Quellen unterschiedlicher Medien. Sie ermöglicht die Teilhabe an einer digitalen Gesellschaft.
Unser Ansatz fußt auf dem Orientierungsrahmen für Digitale Bildung, dem OECD Lernkompass sowie evidenzbasierter Bildungsforschung. Ziel ist dabei, Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Fachkräfte auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft vorzubereiten, indem wir Bildungseinrichtungen und Verwaltungen praxisnah begleiten in ihrer nachhaltigen und inklusiven digitalen Entwicklung.
Quellen:
Erpenbeck, J., Sauter, J. W. (2017). Handbuch Kompetenzentwicklung im Netz – Bausteine einer neuen Lernwelt. Schäffer-Poeschel Verlag,Stuttgart.
Kant-Schaps M. (2024). DiCoSP- Forschungsbericht: Wie ‚online‘ ist die Schulpsychologie? Praxis Schulpsychologie · Ausgabe 39 · Juli 2024, S.8-10.
Politische Bildung
Demokratie erlebbar machen und politische Partizipation stärken, um gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Unser Ansatz politischer Bildung fußt auf den Kompetenzfeldern des Orientierungsrahmens für Demokratiebildung, dem OECD Lernkompass, den Leitlinien des Europarates zur Achtung, zum Schutz und zur Verwirklichung der Rechte des Kindes im digitalen Umfeld und evidenzbasierter Bildungsforschung. Um zur Gestaltung einer lebensfreundlichen Zukunft in der Digitalität beizutragen, erfordert es ein gemeinsames Wertegerüst, das Menschenwürde, Respekt, Gleichheit, Gerechtigkeit, Verantwortung, Weltoffenheit, kulturelle Vielfalt, Freiheit, Toleranz und Demokratie beinhaltet. Unser Ziel ist es, eine demokratische, offene und reflektierte Gesellschaft zu fördern, indem Bildung als lebendiger, erfahrbarer Prozess gestaltet wird.
Werte werden nicht auswendig gelernt, sondern durch das Erleben in Erfahrungsräumen geformt. Das Erfahren von Demokratie und Teilhabe in Lernräumen fördert deren Wertschätzung. Das erfordert projektbasiertes Lernen, selbstwirksame Lernerfahrungen und Vorbilder. Lernbegleitungen zur digitalen Kompetenzerweiterung übernehmen dabei die Verantwortung, den Lernenden diese Erfahrungsräume zu ermöglichen.
Quellen:
Arnold, R., Schön M. (2019) Ermöglichungsdidaktik: Ein Lernbuch, hep Verlag, Bern; UN Ausschuss für die Rechte des Kindes (2020). Allgemeine Bemerkung Nr. 25/2021 über Rechte des Kindes im digitalen Umfeld
Psychosoziale Gesundheit
Gesundheit als Lerngrundlage anerkennen, um Wohlbefinden und Resilienz zu stärken.
Unser Ziel ist es, Lernende in ihrer psychosozialen Entwicklung nachhaltig zu unterstützen durch die Förderung digitaler Gesundheitskompetenz. Gesundheitskompetenz umfasst die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen in unterschiedlicher Form zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag in den Bereichen Krankheitsbewältigung, Prävention und Gesundheitsförderung Urteile fällen und Entscheidungen treffen zu können (Sørensen et al. 2012). Digitale psychische Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Online-Information zu psychischer Gesundheit zu finden, zu bewerten und anzuwenden und auf digitalen Plattformen der Ressourcen der psychischen Gesundheit zu navigieren (HONG et al. 2024).
Digitale Interventionen im Bildungsbereich haben das Potenzial, die psychosoziale Gesundheit von Lernenden zu stärken. Das erfordert umfangreiche Präventionsstrukturen und ein stabiles Unterstützungssystem für Kinder und Jugendliche, besonders im schulischen Ganztag.
Um die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen und digitale psychische Gesundheitskompetenz zu fördern, orientieren wir uns an der Empfehlung der KMK (2012) zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule, an den Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union zur Förderung des Wohlergehens in der digitalen Bildung (2022), an der Strategie des Nationalen Aktionsplans ‚Gesundheitskompetenz im Erziehungs- und Bildungssystem fördern‘, am Konzept der gesundheitskompetenten Schule sowie an aktueller Forschung und Best Practices aus den Bereichen Bildung, Pädagogik, Psychologie, Sozialwissenschaft und Medizin.
Quellen:
Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz
Deutsches Netzwerk Gesundheitskompetenz
CEFAI, C., SIMÕES, C. & CARAVITA, S. (2021) ‘A systemic, whole-school approach to mental health and well-being in schools in the EU’ NESET report, Luxembourg: Publications Office of the European Union. doi: 10.2766/50546
Okan, O., Kirchhoff, S., Krudewig, C. (2022). Gesundheitskompetente Schule. Leitfaden für Schulen. Technische Universität München.Doi: 10.14459/2022md1688087
Zukunftskompetenzen
Digitale Räume bieten, um selbstwirksam und aktiv die Zukunft mitgestalten zu können.
Der OECD Lernkompass bietet ein dynamisches Rahmenkonzept der Kompetenzen, die Lernende für ihre Entwicklung benötigen. Im Zentrum steht die Entwicklung der eigenständigen Gestaltungs- und Handlungskompetenz (Student Agency), sodass Lernende mehr Verantwortung für ihr Lernen übernehmen und selbstbestimmt handeln, wählen und entscheiden können.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) definiert Zukunftskompetenzen als eine Reihe von Fähigkeiten, die Menschen benötigen, um aktiv und verantwortungsvoll an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken. Diese Gestaltungskompetenzen ermöglichen es ihnen, Wissen über nachhaltige Entwicklung anzuwenden, Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung zu erkennen, vorausschauend zu denken, interdisziplinäres Wissen zu nutzen, autonom zu handeln und an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen zu partizipieren.
Unser Ziel ist es, auf Basis des OECD Lernkompass und des BNE-Kompetenzmodells, digitalbezogene Lernräume zu bieten, in denen junge Menschen lernen, wie sie ihre Zukunft aktiv und selbstbestimmt gestalten können.
Organisationsentwicklung
Lernende Organisationen gestalten: Eine Kultur der Selbstorganisation und Vernetzung fördern.
Organisationsentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess der gezielten Transformation von Strukturen, Prozessen und Kulturen, um Bildungseinrichtungen an veränderte gesellschaftliche Anforderungen anzupassen und die Qualität ihrer Angebote nachhaltig zu verbessern.
Unser Ziel ist es, Bildungseinrichtungen und außerschulische Lernorte in digitalbezogenen Veränderungsprozessen ihrer Selbstorganisation zu begleiten. Organisationale Konnektivität in Form von Netzwerkbildung, Co-Kreation und Anschlussfähigkeit statt Konkurrenz dominieren unsere Vorgehensweise.
Wir arbeiten partnerschaftlich nach innovativen, evidenzbasierten Konzepten mit Schulen, Bildungsfachkräften und -verwaltungen sowie außerschulischen Lernorten zusammen, um individuelle Entwicklungspotenziale zu identifizieren und gemeinsam passgenaue Lösungen der digitalen Transformation für die pädagogische Praxis und die Organisation zu gestalten.
Quellen:
Belliger Krieger, A. & Krieger, D. (2016). Organizing Networks: Organizing in the Network Society. Bielefeld: Transcript Verlag.
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