HackathonMaxBanner.jpg
2.jpg

Denkt groß: Wie Schü­ler:in­nen das MAX ge­mein­sam wei­ter­ent­wi­ckeln

Vom 9. bis 11. Sep­tem­ber ent­wi­ckel­ten Schü­ler:in­nen am MAX ei­ge­ne Ideen für bes­se­res Ler­nen, mehr Wohl­be­fin­den und ech­te Mit­ge­stal­tung. Der Rück­blick zeigt den Weg von der ers­ten Be­ob­ach­tung bis zur Aus­wer­tung und war­um die ei­gent­li­che Ar­beit nach dem Hack­a­thon wei­ter­geht.

Drei Tage Schul­hack­a­thon am Max-Wind­mül­ler-Gym­na­si­um Em­den

Be­reits ei­ni­ge Zeit vor dem Hack­a­thon durch­lief das Kol­le­gi­um bei ei­nem SchiLf-Tag ei­nen kom­pak­ten Mini-Hack­a­thon. In klei­nen Grup­pen wur­den ers­te Per­spek­ti­ven auf das For­mat, ein mög­li­cher the­ma­ti­scher Rah­men so­wie Rol­len und nächs­te Schrit­te er­ar­bei­tet. Die Er­fah­run­gen aus die­sem Tag flos­sen in die Leit­fra­ge und die wei­te­re Kon­zep­ti­on ein.

In den fol­gen­den Mo­na­ten kon­kre­ti­sier­ten Schul­lei­tung, Orga-Team und My­Ga­te­kee­per ge­mein­sam die The­men­fel­der, die Grup­pen- und Be­treu­ungs­lo­gik, die Me­tho­den, das Por­tal, die Er­geb­nis­si­che­rung, die Me­di­en­ar­beit und die Nach­be­rei­tung.

Vom 9. bis 11. Sep­tem­ber 2026 wur­de das Max-Wind­mül­ler-Gym­na­si­um in Em­den schließ­lich für drei Tage zu ei­nem gro­ßen Ent­wick­lungs­raum. Schü­ler:in­nen aus den Jahr­gän­gen 5 bis 12 un­ter­such­ten ih­ren Schul­all­tag, sam­mel­ten Per­spek­ti­ven, ent­wi­ckel­ten Ideen und bau­ten ers­te Pro­to­ty­pen. Schü­ler:in­nen des 13. Jahr­gangs be­glei­te­ten den Pro­zess als Peer-Coa­ches. Par­al­lel do­ku­men­tier­te ein schul­ei­ge­nes Re­dak­ti­ons­team die Hack­a­thon-Wo­che.

Die ge­mein­sa­me Leit­fra­ge lau­te­te:

IMG_6608.jpg
  • Was braucht das MAX, da­mit du hier bes­ser ler­nen, mit­ge­stal­ten und dich wohl­füh­len kannst?

Hack­a­thon im In­ter­view

Das schul­in­ter­ne Re­dak­ti­ons­team

Den Pro­zess aus Schü­ler:in­nen­per­spek­ti­ve er­zäh­len

Par­al­lel zu den Pro­jekt­grup­pen be­glei­te­te ein schul­in­ter­nes Re­dak­ti­ons­team die drei Tage. An­ge­lei­tet von Becks Na­cke (Gra­fik­de­si­gner bei My­Ga­te­kee­per) führ­ten die Schü­ler:in­nen In­ter­views, hiel­ten Ar­beits­pha­sen und Stim­mun­gen fest und be­rich­te­ten aus ih­rer Per­spek­ti­ve über den Ver­lauf des Hack­a­thons. Sie do­ku­men­tier­ten den ge­sam­ten Pro­zess: of­fe­ne Fra­gen, Ver­än­de­run­gen an den Ideen, Zu­sam­men­ar­beit und Er­fah­run­gen aus den Grup­pen.

- Über den But­ton un­ten ge­langst du zu ei­nem span­nen­den Bei­trag von Ni­klas Ei­lers, Mit­glied im Re­dak­ti­ons­team.

Drei Tage Hack­a­thon am Max - was ist da los? Un­ser Re­dak­ti­ons­team er­klärt, was in die­ser Zeit ei­gent­lich pas­siert und wie der Hack­a­thon ab­läuft.

Jede Men­ge neue Ideen für das Max gab es wäh­rend des Hack­a­thon - un­ser Re­dak­ti­ons­team hat ein paar da­von ein­ge­fan­gen.

Klei­ner Re­cap zum Hack­a­thon - In­ter­views mit Leh­re­rin­nen und Leh­ren wäh­rend der Ar­beits­pha­se.

IMG_6654.jpg

De­mo­kra­tie­bil­dung als kon­kre­te Er­fah­rung

Der Schul­hack­a­thon ver­band De­mo­kra­tie­bil­dung, Zu­kunfts­kom­pe­ten­zen und Schul­ent­wick­lung. Die Schü­ler:in­nen wur­den nicht nur ge­fragt, was sie sich wün­schen. Sie muss­ten Pro­ble­me ge­nau­er be­schrei­ben, Per­spek­ti­ven ein­ho­len, In­ter­es­sen ab­wä­gen, ge­mein­sam ent­schei­den und ihre Vor­schlä­ge so dar­stel­len, dass an­de­re sie nach­voll­zie­hen kön­nen.

Da­mit wur­de Selbst­wirk­sam­keit kon­kret er­fahr­bar: Die ei­ge­ne Wahr­neh­mung zählt. Aus ei­ner Be­ob­ach­tung kann eine be­grün­de­te Idee ent­ste­hen. Und aus ei­ner Idee kann ein Bei­trag zur Ent­wick­lung der ei­ge­nen Schu­le wer­den.

Die Er­geb­nis­se rich­ten sich an rea­le Rol­len, Gre­mi­en und Zu­stän­dig­kei­ten. Ge­nau dar­in liegt der Un­ter­schied zwi­schen ei­ner punk­tu­el­len Krea­tiv­ver­an­stal­tung und ei­nem Be­tei­li­gungs­for­mat, das Wir­kung ent­fal­ten kann.

Was aus über 190 Pro­jek­ten wer­den kann

Die Er­geb­nis­se rei­chen von ers­ten Vi­sio­nen bis zu be­reits ver­bind­lich ver­ein­bar­ten nächs­ten Schrit­ten. Bei der in­di­vi­du­el­len Ge­stal­tung und dem Strei­chen von Klas­sen- und Fach­räu­men lie­gen ers­te fes­te Ab­spra­chen mit Fach­lehr­kräf­ten vor. An­de­re Vor­ha­ben – dar­un­ter die ge­plan­te Schü­ler­zei­tung „Windsi­des“ – be­fin­den sich noch in der Kon­zep­ti­ons- oder Ab­stim­mungs­pha­se.

Nicht jede Idee lässt sich so­fort um­set­zen. Man­che Vor­schlä­ge be­nö­ti­gen we­nig Geld und kön­nen ver­gleichs­wei­se schnell er­probt wer­den. An­de­re brau­chen Zu­stän­dig­kei­ten, Part­ner oder eine län­ge­re Pla­nung. Grö­ße­re Vor­ha­ben be­rüh­ren Fra­gen der In­fra­struk­tur, Fi­nan­zie­rung oder schu­li­schen Or­ga­ni­sa­ti­on.

Für die Nach­be­rei­tung wer­den die Er­geb­nis­se des­halb in drei Ebe­nen be­trach­tet:

Element 1.png

Da­bei sol­len kei­ne neu­en Par­al­lel­struk­tu­ren ent­ste­hen. Be­stehen­de schu­li­sche Gre­mi­en und Ar­beits­zu­sam­men­hän­ge (zum Bei­spiel Schü­ler:in­nen­ver­tre­tung, Kli­ma­rat, Ar­beits­ge­mein­schaf­ten, För­der­ver­ein, Schul­so­zi­al­ar­beit und Schul­lei­tung) kön­nen aus­ge­wähl­te Vor­ha­ben auf­neh­men und wei­ter­ent­wi­ckeln. Der Gal­le­ry Walk war da­her nicht das Ende des Hack­a­thons. Er mar­kier­te den Über­gang von der Ideen­pha­se in ei­nen rea­lis­ti­schen Ent­wick­lungs­pro­zess.

Im nächs­ten Schritt wer­den die Pro­jek­te ge­mein­sam mit dem MAX ge­bün­delt und prio­ri­siert. Da­bei geht es nicht dar­um, alle Ein­zel­pro­jek­te gleich­zei­tig wei­ter­zu­füh­ren. Ziel ist ein über­schau­ba­res Port­fo­lio aus kurz­fris­ti­gen Ver­bes­se­run­gen, ge­eig­ne­ten Pi­lot­vor­ha­ben und län­ger­fris­ti­gen Ent­wick­lungs­the­men. Eben­so wich­tig ist die Rück­mel­dung an die Schü­ler:in­nen: Wel­che Ideen wer­den wei­ter­ver­folgt? Wer über­nimmt Ver­ant­wor­tung? Wel­che Vor­schlä­ge be­nö­ti­gen noch Klä­rung? Und wo gibt es nach­voll­zieh­ba­re Grün­de, war­um eine Um­set­zung zu­nächst nicht mög­lich ist?

Be­tei­li­gung bleibt nur dann glaub­wür­dig, wenn sicht­ba­re Er­geb­nis­se ent­ste­hen. Ge­nau des­halb ge­hört die Nach­be­rei­tung zum Kon­zept des Hack­a­thons – nicht als frei­wil­li­ger Zu­satz, son­dern als ent­schei­den­de nächs­te Pha­se.

Dan­ke an alle Be­tei­lig­ten

Ein schul­wei­ter Hack­a­thon die­ser Grö­ße ge­lingt nur durch ge­mein­sa­me Vor­be­rei­tung und vie­le un­ter­schied­li­che Rol­len. Un­ser Dank gilt den Schü­ler:in­nen, den Peer-Coa­ches, den Lehr­kräf­ten, der Schul­lei­tung, dem schu­li­schen Orga-Team und al­len wei­te­ren Be­tei­lig­ten, die Räu­me ge­öff­net, Grup­pen be­glei­tet, Tech­nik er­mög­licht, Ma­te­ri­al or­ga­ni­siert und Er­geb­nis­se ge­si­chert ha­ben.

Be­son­ders dan­ken wir dem schul­in­ter­nen Re­dak­ti­ons­team. Mit In­ter­views, Be­ob­ach­tun­gen und ei­ge­ner Be­richt­erstat­tung hat es den Hack­a­thon aus der Per­spek­ti­ve der Schü­ler:in­nen do­ku­men­tiert und da­mit ei­nen we­sent­li­chen Teil der ge­mein­sa­men Er­in­ne­rung und Nach­be­rei­tung ge­schaf­fen.

My­Ga­te­kee­per hat den Pro­zess ge­mein­sam mit dem MAX me­tho­disch, or­ga­ni­sa­to­risch, me­di­al und tech­nisch vor­be­rei­tet und be­glei­tet. Un­ser ge­mein­sa­mes Ziel war es, ei­nen ver­läss­li­chen Rah­men zu schaf­fen, in dem Schü­ler:in­nen groß den­ken, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und ihre Schu­le kon­kret mit­ge­stal­ten kön­nen.

Sie möch­ten Be­tei­li­gung an Ih­rer Schu­le mit Schul­ent­wick­lung ver­bin­den?

Wir un­ter­stüt­zen Schu­len da­bei, Hack­a­thons und an­de­re Be­tei­li­gungs­for­ma­te so zu pla­nen, dass aus Ideen nach­voll­zieh­ba­re Er­geb­nis­se und rea­lis­ti­sche nächs­te Schrit­te ent­ste­hen.